Approach
Zwischen Eklektizismus und Reduktionismus
Die Verführung durch den Reduktionismus
Gefährliche Erklärungsfallen vermeiden
Mehrdimensionalität als leitendes Prinzip
Die mehrdimensionale Perspektive ermöglicht Ganzheitlichkeit
Erster zentraler Baustein: Kreativität
Zweiter zentraler Baustein: Multiperspektivität
Hohe Relevanz des Unbewussten und der Emotionen
Emotion und Kognition sind kein Gegensatz
Psychologische Motive als übergreifender Erklärungs- und Analyseraster
Drei Motivkomplexe: Aktivierung, Dominanz, Strukturierung
Deep Brain Approach: Wegbereiter für innovative und ungewöhnliche strategische Ansätze

Die Verführung durch den Reduktionismus

Die Attraktivität und Verführungskraft reduktionis-
tischer und eindimensionaler Erklärungsansätze menschlichen Handelns hat in jüngster Zeit eher noch zu- als abgenommen. Manche Praktiker neigen dazu, sich der Suggestion und damit einhergehend der Illusion hinzugeben, mit Hilfe nur eines Approaches die menschliche Psyche "und damit ihre Zielgruppe umfassend knacken" zu können.

In einer immer komplexer werdenden Welt verbindet sich mit einem eindimensionalen Erklärungsansatz ein ungeheurer Charme. Hat man ihn erst einmal gewählt, vermittelt er einem das Gefühl, einen Schlüssel zur übergreifenden "Welterkenntnis" in Händen zu haben. Er scheint einen direkten Zugang zur "Wahrheit" zu eröffnen, ohne dass man sich selbst immer wieder hinterfragen muss oder aber durch andere zu stark hinterfragt wird.

Ein eindimensionaler Ansatz wirkt so gleichsam als "Erklärungsfestung", die mit ihrer Abschottungslogik eine leichte Verteidigung gegenüber konkurrierenden Erklärungsmodellen und -theorien erlaubt. Zudem suggeriert er durch seine starke Fokussierung, dass man durch seinen Einsatz der jeweiligen Fragestellung ihre Komplexität genommen habe.

So werden je nach Mode und eigener "ideologischer" Verortung entweder neuro-biologische oder psychologische oder soziologische oder auch ökonomische Ansätze zur Erklärung menschlichen Handelns in den Vordergrund gestellt. Und die jeweils anderen Ansätze zur Peripherie erklärt oder sogar ganz ausgeblendet.

Zusätzlich wird einem dann oft in der jeweils favorisierten wissenschaftlichen Disziplin ein bestimmter Approach, eine bestimmte Schule oder auch nur ein bestimmter Lehrstuhl als allein selig machender Erklärungsansatz verkauft. Auf die Spitze getrieben äußert sich das dann in dem Labelling durch eine möglichst futuristische Wortschöpfung. Dies fungiert dann im Sinne einer Suggestion oder auch Autosuggestion im Sinne eines Proof – diesem Ansatz kann man (scheinbar) vertrauen.
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