Approach
Zwischen Eklektizismus und Reduktionismus
Die Verführung durch den Reduktionismus
Gefährliche Erklärungsfallen vermeiden
Mehrdimensionalität als leitendes Prinzip
Die mehrdimensionale Perspektive ermöglicht Ganzheitlichkeit
Erster zentraler Baustein: Kreativität
Zweiter zentraler Baustein: Multiperspektivität
Hohe Relevanz des Unbewussten und der Emotionen
Emotion und Kognition sind kein Gegensatz
Psychologische Motive als übergreifender Erklärungs- und Analyseraster
Drei Motivkomplexe: Aktivierung, Dominanz, Strukturierung
Deep Brain Approach: Wegbereiter für innovative und ungewöhnliche strategische Ansätze

Hohe Relevanz des Unbewußten und der Emotionen

Für den "Deep Brain Approach" sind unbewusste und emotionale Prozesse eminent wichtig. Denn sie stellen einen wichtigen Zugang zu den Werten und Motiven der Menschen (und damit zu den Zielgruppen strategischer Konzepte) dar. Philosophen wie Descartes, Hume und Kant, spätestens aber Freud und die Psychoanalyse verwiesen schon sehr früh auf die Macht des Unbewussten und der Emotionen.

Die lange vorherrschende psychologische Lehre stilisierte aber noch vor kurzem das Unbewusste und die Emotionen zu Randerscheinungen. Sie präsentierte den Menschen als kognitives Wesen, bei dem Unbewusstes und Emotionen nachrangig sind und das vor allem durch seine Ratio dominiert wird. Diese Sicht harmonierte auch mit der in unserer Gesellschaft vorherrschenden Individualisierungsideologie, nach der jeder Mensch Herr seines Willens und jeder seines Glückes Schmied ist.

Die aktuelle neuro-biologische Forschung bestätigt nun durchgängig die hohe Relevanz des Unbewussten und der Emotionen für das menschliche Handeln. Unser Gedächtnis ist wesentlich emotional geprägt und der Großteil der Reize, die unser Hirn erreichen, wird unbewusst verarbeitet. Emotionen spielen dabei eine wichtige Rolle als Informations-, Regulations- und Motivierungsmedien. Sie weisen in dieser Funktion aus dem impliziten (unbewussten) System in das explizite (bewusste) System hinein.

So werden durch die aktuelle neuro-biologische Forschung auch zentrale Aussagen der Psychoanalyse (wie z.B. die Erfahrungen des Ungeborenen und Neugeborenen, die Rolle des Unbewussten etc.) unterstrichen und bestätigt.
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